Dramaturgie

Spielzeit 2025/2026

The Addams Family
Pre-Show: Empfang bei den Addams

Die Addams Family ist Vieles, aber nicht gewöhnlich. Davon konnte sich das Publikum schon vor der Aufführung von The Addams Family überzeugen. Die Pre-Show, bestehend aus Gesangs- und Steppeinlagen, Live-Schminken und der Moderation der Dramaturginnen Fanny Karos und Celina Larab, bot einen Blick hinter die Kulissen der Produktion und in die schaurig-schöne Welt der Addams Family: Wie entsteht eine Inszenierung? Was macht einen echten Addams aus? Und warum laufen hier eigentlich tanzende Geister herum?

Studierende:r Floyd Clemens wird als Addams geschminkt
© Matthias Lund

Lazarus oder die Feier der Auferstehung
Begleitendes Panel

Wie geht man mit der eigenen Vergänglichkeit um? Wer muss sterben, wer darf leben? Die Opernperformance Lazarus oder die Feier der Auferstehung beschäftigte sich mit diesen im Angesicht von Krieg, Krankheit und Klimakrise bedrohlich aktuellen Fragen.

Begleitend zur Produktion moderierten die Dramaturginnen Fanny Karos und Annabell Strobel ein Panel mit der Regisseurin Martina Veh, dem Komponisten Alexander Strauch und dem Autor Richard France. Das Gespräch lieferte tiefe und direkte Einblicke in den Schaffensprozess der drei Künstler:innen, ihre Inspirationen, weiterführende Ideen hinter der Konzeption und Inszenierung sowie in die Probenarbeit und die Kooperation mit dem Bergson Kunstkraftwerk, das mit diesem Stück erstmalig eine szenische Oper aufführte.

Ensemble Lazarus oder die Feier der Auferstehung
© Cordula Treml
Maria (Rusnė Tušlaitė) steht im Scheinwerferlicht auf der Treppe
© Cordula Treml

Spielzeit 2024/2025

Wiederumaufabbau
Studiengangsprojekt Dramaturgie

Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Europa untersuchten die Masterstudierenden der Dramaturgie in einer performativen Begehung die Geschichte des Prinzregententheaters als Symbol für Wandel und Erinnerung. Die in der titelgebenden Wortneuschöpfung vereinten Punkte Wiederaufbau, Umbau, Abbau und Abriss bezogen sie dabei nicht nur auf Architektur, sondern auch auf soziale Strukturen, Theaterpraktiken und Erinnerungskultur. Wer lebte und wirkte hier? Welche Geschichten erzählen diese Gebäude? Wen repräsentieren diese Orte und wen nicht?

Die Performance Wiederumaufabbau näherte sich dem Thema durch zwei unterschiedliche Ansätze: Das Publikum konnte die Aufführung aus einer von zwei zeitgleich stattfindenden Perspektiven erleben, einmal als immersive Guided Performance auf der Unterbühne Drei und einmal als multimediales Konzert im Großen Saal des Prinzregententheaters. Auf diese Weise versuchten die Studierenden, einen Blick in die Geschichte des Ortes zu werfen und sie aktiv und direkt auf das Heute zu beziehen.

Zettel hängen an Wäscheleine
© Cordula Treml
Performance
© Cordula Treml

Gespräche der VIELEN:
Reden über Schweigen
Begleitendes Panel
zum Studiengangsprojekt Wiederumaufabbau

80 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen. Zeitzeug:innen werden immer weniger. Wie kann man die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit und deren Opfer erhalten, wie das Schweigen brechen, das viele Familien seit der Nachkriegszeit begleitet?

In diesem Panel anlässlich der performativen Begehung Wiederumaufabbau diskutierten die Masterstudierenden der Dramaturgie innerfamiliäres Schweigen, individuelle Verantwortung und das Potenzial künstlerisch-aktivistischer Initiativen für den Erhalt einer kollektiven Erinnerungskultur. Die Gesprächspartner:innen waren Theaterautor und Übersetzer Matthias Naumann, Joëlle Lewitan, Referentin zu Erinnerungen an die Shoah, sowie Janne und Klaus Weinzierl, Mitwirkende des Projekts SCHICKSALE an den Münchner Kammerspielen. Moderator:innen waren Henryk Götze und Fanny Karos.

Die Veranstaltung war Teil der Gespräche der VIELEN. Deren Netzwerk vereint über 4.500 Institutionen und Akteur:innen aus Kunst und Kultur. DIE VIELEN treten für eine offene, diverse und demokratische Gesellschaft ein und positionieren sich gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung.

Panelist:innen Matthias Naumann, Joëlle Lewitan, Janne und Klaus Weinzierl sowie Moderator:innen Henryk Götze und Fanny Karos
© Celina Larab