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Die Kreuzersonate von Leo Tolstoj
Beethoven: Sonate für Klavier und Violine Nr. 9 A-Dur op. 47 Kreutzersonate
Ein Mann begeht einen Mord aus Eifersucht, weil seine Frau mit einem Geiger Ludwig van Beethovens Kreutzersonate musiziert. Was nach Fernsehkrimi klingt, wird aus der Feder des russischen Dichters Leo Tolstoj 1889 zu einer psychologisch dichten Erzählung und einem der umstrittensten Werke der Literaturgeschichte: Während einer Eisenbahnfahrt berichtet der Ich-Erzähler einem Mitreisenden über sein Eheschicksal. Seine Äußerungen über das Zusammenleben der Geschlechter, über das Weibliche im Allgemeinen und insbesondere über seine Frau, die er ermordet hat, sind von brutaler Offenheit. Da es sich um ein Verbrechen aus Leidenschaft handelte, hatte das Gericht ihm mildernde Umstände zugesprochen. Schauspieler Sebastian Koch - nicht zuletzt für seine Hauptrolle im Oscar-prämierten Film "Das Leben der Anderen" mit Preisen überhäuft - lässt die irritierende Geschichte des innerlich zerrissenen Mannes, den die Eifersucht zu dieser unfassbaren Tat treibt, lebendig werden. Musikalisch eingerahmt wird die Lesung - natürlich - von Beethovens Kreutzersonate op. 47, die der Komponist einst dem französischen Violinvirtuosen Rodolphe Kreutzer widmete.
Infos und Tickets unter www.muenchenmusik.de/Koch