Klaus Zehelein
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Klaus Zehelein wurde 1940 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie führte ihn sein erstes Engagement 1967 als Dramaturg an die Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. Als Chefdramaturg war er von 1970 bis 1977 am Staatstheater Oldenburg und anschließend bis 1987 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main tätig. 1989 wurde er künstlerischer Direktor des Hamburger Thalia Theaters, bevor er an die Staatsoper Stuttgart berufen wurde, die er als Intendant von 1991 bis 2006 zu einem der bedeutendsten Musiktheater machte. Im Jahr 2003 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins gewählt, eine Funktion, die er bis 2015 ausfüllte. Im Jahr 2006 übernahm er die Leitung der Bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater in München, der er als Präsident bis 2014 vorstand.
Darüber hinaus war er als Dozent für Musiksoziologie an der Universität Oldenburg und an der State University of Minnesota sowie am Collège International de Philosophie in Paris engagiert. Er hatte Gastprofessuren am Institut für angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen und an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien inne. Zuletzt leitete er den Studiengang Dramaturgie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Klaus Zehelein wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1983 mit dem Deutschen Kritikerpreis für die Dramaturgie an der Oper Frankfurt. In den Jahren 1994, 1998, 1999, 2000, 2002 und 2006 wurde die Staatsoper Stuttgart unter seiner Leitung in den Kritikerumfragen der Zeitschrift Opernwelt jeweils zum Opernhaus des Jahres gewählt. Die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere Verdienste wurde ihm 2001 verliehen. Im Jahr 2006 wurde Klaus Zehelein mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. 2007 ist er zum Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste ernannt worden. Für sein Lebenswerk wurde ihm 2023 der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen.