Amélie Niermeyer
Designierte Präsidentin der Theaterakademie
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Amélie Niermeyer studierte Regie in Sydney sowie Germanistik und Theaterwissenschaften in Bonn und München. Sie startete ihre Regiekarriere mit 23 Jahren am Residenztheater in München und gewann kurz darauf mit Wedekinds Frühlings Erwachen den Förderpreis der Stadt München. 1991 wurde sie Oberspielleitern am Theater Dortmund und kehrte zwei Jahre später als Hausregisseurin ans Residenztheater zurück. Mit 31 wurde sie Oberspielleiterin am Schauspiel Frankfurt. Von 2001 bis 2005 leitete sie als Intendantin das Theater Freiburg, von 2006 bis 2011 als Generalintendantin das Düsseldorfer Schauspielhaus.
Seit 2011 stand sie an der Spitze des Thomas Bernhard Instituts für Schauspiel, Regie und Applied Theatre der Universität Mozarteum Salzburg. Dort prägte sie als Regieprofessorin das Institut mit neuen Studiengängen, internationalen Kooperationen und innovativen Ausbildungsformaten, und arbeitete als freie Regisseurin im Schauspiel und im Musiktheater weiter.
Zu ihren größten Regieerfolgen in München zählen Rottweiler von Thomas Jonigk, Hedda Gabler von Ibsen, Maria Stuart von Schiller sowie 2014 Shakespeares Was Ihr wollt und 2017 Koltes Rückkehr in die Wüste, jeweils mit Juliane Köhler in der Hauptrolle.
In der Oper führten sie zahlreiche Engagements u. a. an die Deutsche Oper am Rhein, an die Wiener Staatsoper, nach Salzburg, zu den Schwetzinger Festspielen, an die Bayerische Staatsoper, ans Theater an der Wien, an die Hamburger Staatsoper sowie das Gran Teatre del Liceu. Im Theater in der Josefstadt wurde ihr Kirschgarten 2020 für den Nestroy nominiert.
Mit der Bayerischen Theaterakademie und dem Prinzregententheater ist Amélie Niermeyer seit vielen Jahren verbunden. Bereits als junge Regieassistentin am Bayerischen Staatsschauspiel lernte sie August Everding persönlich kennen. Früh führte sie ihre Arbeit auch an das Prinzregententheater: Ihre Inszenierung Memmingen wurde Anfang der 1990er Jahre vom Marstall in das Prinzregententheater übernommen.