1828 taucht in Nürnberg ein 16-jähriger Junge auf, der angibt, in völliger Isolation groß geworden zu sein und das Sprechen nie gelernt zu haben – nur seinen Namen kann er schreiben. Ausgehend vom Mythos des Kaspar Hauser untersucht Peter Handke in Kaspar, wie Sprache gesellschaftliche Konformität und Normierung hervorbringt und zugleich Werkzeug der Subversion werden kann.
In der Inszenierung von Yunus Wieacker werden drei Kaspare einem gewaltvollen Regime aus Regeln, Erwartungen und Wiederholungen unterworfen. Sie lernen den Raum und sich gegenseitig zu benennen. Als sich wahre Einheitlichkeit unter den Kasparen als unmöglich erweist, erfahren sie Sprache neu: Die Sprache des Stücks bricht aus sich selbst heraus, widersprüchlich und subversiv.
Programmheft
Interview: Sprache und Wahrheiten –
Zu Kaspar von Peter Handke
Einsatz von stroboskopartigen Lichteffekten
- Inszenierung: Yunus Wieacker
- Musik und Komposition: Emilia Gołos, Jakob Görris
- Bühne: Maria Färber
- Kostüm: Pauline Heitmann
- Dramaturgie: Fanny Karos, Laura Tutondele Mahaniah
- Choreografie: Stefánia Kovács
- Maske: Felicitas Barth, Rebecca Fäh
- Licht: Ramona Lehnert
- Darsteller:innen: Stefánia Kovács, Luca Kronast-Reichert, Sina Leinweber, Lisa Mader
- Tonbandeinsager: Benjamin Weygand
- Spiel und Gesang: Emilia Gołos
- Schlagzeug: Jakob Görris
Eine Produktion des Studiengangs Regie für Musik- und Sprechtheater, Performative Künste, Leitung: Prof. Sebastian Baumgarten
In Kooperation mit
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Termine
Werkeinführung
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