Die Schauspielerin Maria Wimmer (geb. 27.1.1911 in Dresden, gest. 4.1.1996 in Bühlerhöhle, Schwarzwald) zählte zu den wichtigsten Tragödinnen und Charakterdarstellerinnen des deutschsprachigen Theaters. Nach der Ausbildung an der Leipziger Schauspielschule begann sie ihre Karriere unter anderem in den Ensembles der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main und des Schauspielhauses Hamburg. 1947 kam sie schließlich nach München, wo sie zunächst am Residenztheater und von 1949 bis 1957 an den Kammerspielen engagiert war.
Ihre größten Erfolge feierte sie nach 1957 als freischaffende Schauspielerin. Aus der Zusammenarbeit mit Karl Heinz Stroux am Schauspielhaus Düsseldorf gingen zahlreiche umjubelte Darstellungen hervor, darunter 1962 die Rolle der Winnie in Becketts Glückliche Tage und die Titelrolle in Euripides’ Medea. Ihre Lieblingsrolle, die sie 1943–67 immer wieder verkörperte und mit der sie 1959 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (Regie: Gustav Rudolf Sellner) brillierte, war die tragische Protagonistin aus Goethes Iphigenie auf Tauris. Bisweilen auch als „Callas des Wortes“ bezeichnet, galt Wimmer als eine außerordentlich präzise und wandlungsfähige Sprachkünstlerin mit einem unverwechselbaren Timbre. Sie war Trägerin des Louise-Dumont-Goldtopas und des Pour le Mérite.
Das Deutsche Stiftungszentrum verwaltet die im Jahr 1998 gegründete Stiftung seit 2023. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie die Unterstützung in finanzielle Not geratener Schauspieler.
Seit dem Sommersemester 2026 hat die Maria-Wimmer-Stiftung bis zu sechs jährliche Maria-Wimmer-Stipendien für Studierende der Bayerischen Theaterakademie August Everding in den Studiengängen Schauspiel und Musical ausgelobt. Damit kann Studierenden das arbeitsintensive Studium in München erleichtert werden. Die Stipendienvergabe wird in Zusammenarbeit mit der August Everding Stiftung realisiert.